Künstliche Muskeln aus Kohlenstoffnanoröhren
Was ich heute beim Surfen wieder gefunden habe, hörte sich für mich im ersten Moment an, wie eine reine Zukunftsvision oder gar wie Science-Fiction, wenn man es etwas übertrieben ausdrücken möchte. Dem Forscher Ray Baughman ist es laut wired.com gelungen mit Hilfe von Kunststoffnanoröhren künstliche Muskeln herzustellen. Was im ersten Moment sehr futuristisch klingt, ist wirklich Realität.
Mit Hilfe von elektrischen Impulsen kann das Gewebe zum Kontrahieren gebracht werden, wodurch sowohl der Aufbau als auch die Funktion von Muskelgewebe künstlich nachgebaut werden kann. Zusätzlich dazu weisen die Kohlenstoffnanoröhren nach Aussage von Baughman erstaunliche Eigenschaften auf. Sie sollen härter als Stahl, so leicht wie Luft und flexibler als Gummi sein. Aufbauend darauf sind zahlreiche Anwendungsfelder denkbar.
Schon heute werden Kunststoffnanoröhren bei der Herstellung von Schusswesten, Fahrrädern und im Flugzeugbau eingesetzt. Durch die Ansteuerung über elektrische Impulse sind auch Protesen denkbar, die Menschen zu Nutze kommen würden, die Muskelgewebe oder ganze Gliedmaßen verloren haben.
Wie auch die Videos zeigen hat diese Technologie erstaunlich großes Potential. Wie bei so vielen revolutionären und innovativen Erfindungen kann dies jedoch zweiseitig zu betrachten, denn es könnte sowohl sehr nützlich im Alltag eingesetzt werden, als auch neue Militärtechnologie ermöglichen. Doch dies kann kein Ansatz sein womöglich nützliche Technologie von Anfang an nur kritisch zu betrachten. Insgesamt bin ich wieder einmal sehr erstaunt, was mit heutigen technologischen Mitteln bereits möglich ist und hoffe dass auch Kohlenstoffnanoröhren in den nächsten Jahren mehr Anwendung in nützlichen Bereichen des alltäglichen Lebens finden werden.
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